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 Alltagsnotizen eines Psychologen



Wenn die Bank zweimal klingelt

25.01.2010

Gestern hatte ich ein Schreiben meiner Bank im Briefkasten. Man lud mich ein zu einem Beratungsgespräch, da 2010 ja wohl schwierig würde und wie wichtig es sei, jetzt finanziell…bla…Herausforderungen und Risiken…blafüllbla…Liquidität, positiver Cashflow…noch mehr bla…und dass mich das doch als Unternehmer alles anginge und ich eigentlich gleich den Telefonhörer an mich reißen sollte, um einen Termin auszumachen. Beigelegt war ein Hcohglanzprospekt mit den angeblich zehn wichtigsten Finanzpunkten für Unternehmer 2010.

Dieser Brief hat mich gleichzeitig erstaunt und amüsiert.

Im Herbst ging ich nämlich in dieselbe Bank, um einen fünfstelligen Betrag anzulegen. Tages- oder Festgeld, nichts Spektakuläres. Da sagt mir doch der Bankberater derselben Bank, die sich jetzt an mich ranschleimt, ins Gesicht, man wolle mein Geld nicht. Punkt. Ich dachte, ich bin bei “Verstehen Sie Spaß”. Im Ernst. Man bietet seiner Bank Geld an, und die will es nicht. Man sei schon “überliquide”. Aber dann wollte er mir doch einige Produkte für mein Geld andrehen, natürlich risikoreiche und spekulative. Da han ich jesacht: “Nein danke”, und bin wieder rausmarschiert.

Insoweit sind solche obengenannten Bank-Offerten für mich gegessen.

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