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	<title>Mensch &#38; Chance &#187; Statistik</title>
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	<description>HR Managementberatung, Personalentwicklung, Business Coaching</description>
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		<title>Wie fragw&#252;rdig ist die beliebte Krankentage-Statistik?</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Väth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Traue nur einer Statistik, wenn du sie selbst gef&#228;lscht hast&#8221;, wei&#223; schon der Volksmund. Nun &#8211; nicht jede Statistik ist gef&#228;lscht oder verzerrt. Als ausgebildeter Statistiker sehe ich aber oft genug, an welchen R&#228;dchen gedreht worden ist, um zum Beispiel Unternehmensentwicklungen zu sch&#246;nen oder die Debatte um den Klimawandel anzuheizen (sorry, kleines Wortspiel). Aktuell geht [...]


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<p>&#8220;Traue nur einer Statistik, wenn du sie selbst gef&#228;lscht hast&#8221;, wei&#223; schon der Volksmund. Nun &#8211; nicht jede Statistik ist gef&#228;lscht oder verzerrt. Als ausgebildeter Statistiker sehe ich aber oft genug, an welchen R&#228;dchen gedreht worden ist, um zum Beispiel Unternehmensentwicklungen zu sch&#246;nen oder die Debatte um den Klimawandel anzuheizen (sorry, kleines Wortspiel).</p>
<p>Aktuell geht es um zumindest fragw&#252;rdige Zahlen zum Thema &#8220;Fehltage von Arbeitnehmern&#8221;. Mit diesen Zahlen bzw. deren Interpretation hat sich der Journalist <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/chronisch-krank/" target="_blank">Stefan Niggemeier</a> besch&#228;ftigt. Er hat recherchiert, dass sich die so oft in den Medien zitierte Zahl (<a href="http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-07/krankenstaende-anstieg" target="_blank">Beispiel</a>) des Statistischen Bundesamtes nicht auf eine kontinuierliche Messung bezieht, <span id="more-1649"></span>sondern auf zw&#246;lf Stichtage im Jahr: jeweils den 1. eines Monats. Somit summiert sich die Stichproben-Grundlage nicht auf 365, sondern nur auf 12 (!) Tage. Alles, was innerhalb eines Monats an Fluktuation geschieht, bleibt au&#223;en vor. Ebenso kurzzeitige Abwesenheiten ohne offizielle Arzt-Krankmeldung. Nun sind 12 Stichtage f&#252;r eine derart politisch und wirtschaftlich aufgeladene Zahl eine eher d&#252;nne Basis.</p>
<p>Wie Niggemeier richtig feststellt, ist die Ungenauigkeit der Messung noch nicht einmal das Kernproblem &#8211; w&#252;rde man die Ungenauigkeit so an die &#214;ffentlichkeit kommunizieren. Leider machen Journalisten daraus nicht nur angeblich hochwahrscheinlich gesicherte Erkenntnisse, sondern stellen gar <a href="http://www.zeit.de/karriere/2010-04/krankenstand-deutschland" target="_blank">kausale Zusammenh&#228;nge</a> her. Also <em>Ursache =&gt; Wirkung</em>. In diesem Fall: <em>Weil</em> die Konjunktur wieder anzieht, trauen sich die Deutschen wieder, &#246;fter krank zu sein. Wer etwas von statistische Analyse versteht, wei&#223;, wie gef&#228;hrlich und oft irref&#252;hrend solche angeblichen Ursache-Wirkung-Mechanismen sind. Wenn &#252;berhaupt, kann man lediglich von <em>Korrelation</em> sprechen, einem rein mathematischen Zusammenhang zwischen zwei Ereignissen. Und selbst diese steht auf einer wackeligen Datenbasis.</p>
<p>Der politische Vorteil einer wackeligen Datenbasis einerseits und der Statistik-Unwissenheit der Bev&#246;lkerung andererseits liegt darin, dass &#8220;Experten&#8221; Ursache-Wirkung-Zusammenh&#228;nge je nach politischem Gusto und pers&#246;nlicher &#220;berzeugung konstruieren d&#252;rfen, ohne sich daf&#252;r mit harten Zahlen rechtfertigen zu m&#252;ssen. Und weil das so sch&#246;n plausibel klingt und wir Menschen grunds&#228;tzlich nach Erkl&#228;rungen in einer immer komplexer werdenden Welt suchen, werden die Zahlen zu den Krankentagen als Agenturmeldung an Pressedienste ausgeliefert und dutzend-, ja hundertfach unhinterfragt unters Volk gebracht.</p>
<p>&copy;2010 <a href="http://mensch-chance.de">Mensch &amp; Chance</a>. All Rights Reserved.</p>.
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		<title>Unbekanntes und Erschreckendes &#252;ber Coaches</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 07:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Väth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Uni Marburg hat sich mit Coaches und ihren Kunden besch&#228;ftigt und eine bislang unver&#246;ffentlichte Studie produziert; man kann sie bei Haufe in Ausz&#252;gen lesen. Ich m&#246;chte einige Ergebnisse herausgreifen und kommentieren, die ich f&#252;r bemerkenswert halte und die sowohl Coaches als auch ihre Kunden angehen (Hervorhebungen von mir). Offensichtlich kann aber kaum ein Coach [...]


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<p>Die Uni Marburg hat sich mit Coaches und ihren Kunden besch&#228;ftigt und eine bislang unver&#246;ffentlichte Studie produziert; man kann sie <a href="http://www.haufe.de/personal/specialContentDetail?specialID=1248190512.23" target="_blank">bei Haufe in Ausz&#252;gen lesen</a>.</p>
<p>Ich m&#246;chte einige Ergebnisse herausgreifen und kommentieren, die ich f&#252;r bemerkenswert halte und die sowohl Coaches als auch ihre Kunden angehen (Hervorhebungen von mir).</p>
<blockquote><p>Offensichtlich kann aber kaum ein Coach in Deutschland nur vom Coaching leben. <strong>Nur zehn Prozent</strong> der in der Studie befragten Coaches geben an, dass sie ausschlie&#223;lich dieser T&#228;tigkeit nachgehen.</p></blockquote>
<p>Das macht mich sehr nachdenklich. Ein Berufsstand sollte in der Vollzeit verankert sein, nat&#252;rich mit Spielraum hin zu Teilzeit und sporadischen Eins&#228;tzen. Aber 90% Teilzeit, und das in einem wachsenden Markt? Mich erschreckt das fast ein wenig, denn ich bin einer der 10%. Ich arbeite Vollzeit als Coach, und zwar <em>ausschlie&#223;lich</em> als Einzelcoach. Ich kann davon leben, und das gut. Der springende Punkt ist: Ich habe auch den Anspruch, mit meinem Beruf eine Familie zu ern&#228;hren. Man m&#252;sste wissen, was hinter der Teilzeit steckt: Wille? Oder nicht gen&#252;gend Marktanteil, sodass eben nicht mehr dabei rumkommt?</p>
<p>Wenn Coaches fl&#228;chendeckend eine Teilzeit-Mentalit&#228;t entwickeln, wundern mich manch akademisch-dogmatische Elfenbein-Diskussionen wie die <a href="https://www.xing.com/net/coaching/monats-und-wochendiskussionen-77064/keine-ratschlage-im-coaching-sinnloses-dogma-17751354/17751354/#17751354" target="_blank">Frage, ob man im Coaching Ratschl&#228;ge geben darf</a>, nicht.</p>
<blockquote><p>2006 haben noch 77 Prozent [der Coaches, Anm. d. Autors] Ums&#228;tze bis zu <strong>30.000 EUR</strong> verbuchen k&#246;nnen, im Jahr darauf konnten dies nur nuch 72 Prozent von sich behaupten und <strong> 2008</strong> kommen nur noch <strong>68 Prozen</strong>t auf diesen Umsatz.</p></blockquote>
<p>Also: 2008 haben nur ein Drittel der befragten Coaches maximal 30.000 EUR mit Coaching verdient. Soviel bekommt hier in N&#252;rnberg ein unterer IT-Support-Mitarbeiter. Und das sind noch nicht einmal die Zahlen vom Krisenjahr 2009. Da muss ich wieder eigene Ergebnisse dagegenstellen: Ich habe 2009 deutlich mehr als 50.000 EUR verdient, und zwar nur mit Einzelcoaching. Das geht.</p>
<blockquote><p><strong>58 Prozent</strong> der Kunden werden durch Empfehlungen auf Coachs aufmerksam. <strong>45 Prozent der Coachs machen daher auch keine Werbung</strong> f&#252;r ihre Dienstleistung. Die anderen 55 Prozent bedeinen sich mehrerer Ma&#223;nahmen wie zum Beispiel einer eigenen Homepage (94 Prozent) oder der Pflege von Netzwerken (81 Prozent).</p></blockquote>
<p>Diesen Trend kann ich best&#228;tigen. 2009 sind bei mir 90% der Kunden von selbst gekommen (&#252;ber Empfehlung oder &#252;ber die Homepage); nur 10% habe ich initiativ akquiriert. Und ich nutze in hohem Ma&#223;e die M&#246;glichkeiten meiner Web-Pr&#228;senz sowie virtuelle und physische Netzwerke.</p>
<blockquote><p>Den Kunden ist der <strong>Bekanntheitsgrad eines Coachs</strong> ziemlich <strong>egal</strong>. Nur 3% achten darauf, wohingegen 23% der Coachs glauben, damit punkten zu k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p>Auch das ein interessanter Befund in unserer pers&#246;nlichkeitsgetriebenen Branche. Gerade ist ja viel vom &#8220;Human Branding&#8221; die Rede, davon, dass ein Coach eine Marke sein muss. Ist anscheinend nicht viel wert, wenn man der Kundenbefragung glaubt. Daher sollten Coaches lieber in eine vertrauensvolle, professionelle Kundenbeziehung investieren anstatt in einen Wettstreit a la &#8220;Wer hat die sch&#246;nsten Federn im H&#252;hnerstall&#8221;.</p>
<p>&copy;2010 <a href="http://mensch-chance.de">Mensch &amp; Chance</a>. All Rights Reserved.</p>.
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