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	<title>Mensch &#38; Chance &#187; Perfektionismus</title>
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	<description>HR Managementberatung, Personalentwicklung, Business Coaching</description>
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		<title>Testen Sie Ihren Perfektionismus!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 09:58:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Väth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstcoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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		<description><![CDATA[Perfektionismus in Ma&#223;en ist normal. Schon immer wollten Menschen die Dinge &#8220;richtig&#8221; erledigen, sich vervollkommnen. Die USA dr&#252;cken das im &#8220;h&#246;her, schneller, weiter&#8221; aus; der Volksmund kennt &#8220;Wenn du willst, dass etwas richtig gemacht wird, mach es selbst.&#8221; In den letzten drei, vier Jahrzehnten scheinen wir allerdings, was den Perfektionismus am Arbeitsplatz angeht, etwas &#252;ber [...]


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<p><a href="http://mensch-chance.de/galladorn/wp-content/uploads/2010/03/stairs_ivan_vicencio.jpg"><img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px;" title="Mann auf einer Treppe | Photo © Ivan Vicencio" src="http://mensch-chance.de/galladorn/wp-content/uploads/2010/03/stairs_ivan_vicencio.jpg" alt="" width="199" height="267" align="right" /></a>Perfektionismus in Ma&#223;en ist normal. Schon immer wollten Menschen die Dinge &#8220;richtig&#8221; erledigen, sich vervollkommnen. Die USA dr&#252;cken das im &#8220;h&#246;her, schneller, weiter&#8221; aus; der Volksmund kennt &#8220;Wenn du willst, dass etwas richtig gemacht wird, mach es selbst.&#8221;</p>
<p>In den letzten drei, vier Jahrzehnten scheinen wir allerdings, was den Perfektionismus am Arbeitsplatz angeht, etwas &#252;ber die Str&#228;nge zu schlagen. Hierf&#252;r gibt es mehrere Gr&#252;nde:</p>
<ul>
<li>Die westliche Gesellschaft war schon immer eine &#8220;Arbeitsgesellschaft&#8221;. Arbeit ist ein normaler, ja notwendiger Bestandteil unseres Lebens und der gesellschaftlichen Grunddynamik &#8220;Geld gegen Leistung&#8221; (im Gegensatz beispielsweise zu den australischen Aboriginies, die urspr&#252;nglich das Konzept von &#8220;Arbeit&#8221; im Sinne von arbeiten <em>m&#252;ssen</em> nicht kennen).</li>
<li>Menschen, vor allem M&#228;nner, ziehen einen erheblichen Teil ihres Selbstwerts aus ihrer Arbeitsleistung.</li>
<li>Der &#246;konomische Druck und eine tendenzi&#246;se Berichterstattung in den Medien sch&#252;ren die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.</li>
<li>Kinder werden von ihren Eltern aus falschem Ehrgeiz oder erzieherischem Ungeschick zu &#8220;Perfektionismus-Maschinen&#8221; gepr&#228;gt &#8211; etwas, das mir in meiner Praxis immer wieder begegnet. Als &#8220;L&#246;sungsstrategie&#8221; bleibt das nat&#252;rlich auch im Arbeitsleben erhalten.</li>
</ul>
<p>Wie k&#246;nnen nun Sie pers&#246;nlich herausfinden, ob Ihr Perfektionismus bereits bedrohliche Ausma&#223;e annimmt?</p>
<ol>
<li><strong>Stellen Sie sich eine typische Arbeitsaufgabe aus Ihrem Berufsalltag vor und malen Sie sich aus, wie Sie sie zu 100% erfolgreich l&#246;sen.</strong> Stellen Sie sich weiter vor, was das f&#252;r Sie bedeutet: Wie f&#252;hlen Sie sich dabei? Was denken Sie? Wie reagieren Ihre Kollegen? Wie lange wirkt die Befriedigung nach? Schreiben Sie Ihre Gedanken, Gef&#252;hle und Assoziationen auf.</li>
<li><strong>Nun nehmen Sie dieselbe Aufgabe und stellen sich vor, Sie l&#246;sen sie nur zu 80%.</strong> Nehmen Sie sich Zeit, um in dieses Bild hineinzuschl&#252;pfen. Wo m&#252;ssten Sie Abstriche machen? Was ver&#228;ndert sich? Werden Sie unruhig? Wie w&#252;rden Sie spontan den Satz beenden &#8220;Wenn ich diese Aufgabe nur zu 80% l&#246;se, dann&#8230;&#8221; Schreiben Sie auch hier Ihre Gedanken, Gef&#252;hle und Assoziationen auf.</li>
<li><strong>Sprechen Sie, wenn m&#246;glich, mit Ihrem Partner &#252;ber Ihre Einsch&#228;tzungen.</strong> W&#228;re er oder sie eher ein 100% &#8211; oder ein 80% &#8211; Typ?</li>
<li><strong>Was m&#252;sste passieren, dass Sie auch mit einem 80% &#8211; Ergebnis zufrieden sind?</strong> Suchen Sie hier nicht nur in Ihrer Umgebung (&#8220;Was sollte meine Umgebung anders machen&#8221;), sondern auch bei sich selbst (&#8220;Welche Gedanken und Einstellungen sollte ich ver&#228;ndern&#8221;).</li>
<li><strong>Machen Sie mit diesen neuen Erkenntnissen einen 80%-&#8221;Testlauf&#8221;</strong> und probieren Sie aus, wie sich das &#8220;live&#8221; am Arbeitsplatz anf&#252;hlt.</li>
</ol>
<p>Dieser &#8220;Test&#8221; ist kein klassischer Pers&#246;nlichkeitstest mit Fragen zum Ankreuzen. Er zielt tiefer, auf Ihre &#8220;Achtsamkeit&#8221;: in sich hineinh&#246;ren, was bei bestimmten Dingen mit mir passiert. Achtsamkeit sch&#228;rft die Sinne und die Eigenwahrnehmung.</p>
<p>Warum ziehe ich gerade die 80%-Grenze? Dies geschieht in Anlehnung an das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip" target="_blank">Pareto-Prinzip</a>. Auf unseren Fall &#252;bertragen besagt es, dass Sie in der Regel im Bereich zwischen 80% und 100% nur kleine Fortschritter mit gro&#223;er Anstrengung erzielen. Sie geben viel Energie und erreichen eher kleine Resultate.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es Arbeiten, bei denen Sie 100% geben m&#252;ssen: Fluglotsen zum Beispiel m&#252;ssen st&#228;ndig hochkonzentriert sein. Oder Minenr&#228;umer. Hier kann Nachl&#228;ssigkeit t&#246;dlich enden. Doch in unserem normalen B&#252;roalltag als Sekret&#228;rin oder Marketing-Mensch stehen wir f&#252;r gew&#246;hnlich nicht vor solch lebensbedrohlichen Situationen. Wir <em>machen</em> sie nur zu lebensbedrohichen Situationen, indem wir den Perfektionismus zum lebenserhaltenden Prinzip erheben &#8211; der m&#246;gliche Anfang eines Burnout. Und nicht vergessen: Was f&#252;r uns 80% sind, ist f&#252;r manch anderen ein 100%-Top-Ergebnis. Alles auch eine Frage der Perspektive.</p>
<p>Wenn Sie durch das obige Beispiel gehen und mit einigem Abstand Ihre Gedanken und Gef&#252;hle studieren, kann Ihnen das wertvolle Hinweise geben, welcher &#8220;kleine Mann im Ohr&#8221; Ihren Perfektionismus f&#246;dert. Erst wenn Sie ihn kennen, k&#246;nnen Sie ihn besser steuern. Ihm sagen, dass er auch mal die Klappe halten kann. Und ihn nat&#252;rlich in Situationen bewusst aktivieren, in denen tats&#228;chlich 100% Ergebnis gefordert sind.</p>
<p>&copy;2010 <a href="http://mensch-chance.de">Mensch &amp; Chance</a>. All Rights Reserved.</p>.
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 14:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Väth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
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		<description><![CDATA[Morgens, halb zehn in Deutschland. Immer mehr F&#252;hrungskr&#228;fte nehmen leistungssteigernde Drogen wie Ritalin oder Modafinil. Das berichtet Spiegel Online. Und weil gerade Tabletten klein, &#8220;clean&#8221; und unauff&#228;llig sind, werden sie immer mehr zum Dopingmittel Nr. 1 unter Deutschlands Managern. Ist ja keine Spritze wie bei den Verlierern. Und man hat schlie&#223;lich auch keine tiefen Augen [...]


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<p>Morgens, halb zehn in Deutschland. Immer mehr F&#252;hrungskr&#228;fte nehmen leistungssteigernde Drogen wie Ritalin oder Modafinil. Das berichtet <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,674175,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a>. Und weil gerade Tabletten klein, &#8220;clean&#8221; und unauff&#228;llig sind, werden sie immer mehr zum Dopingmittel Nr. 1 unter Deutschlands Managern. Ist ja keine Spritze wie bei den Verlierern. Und man hat schlie&#223;lich auch keine tiefen Augen und Nasenentz&#252;ndung wie ein &#252;berdrehter Kokser. Ist auch irgendwie hip, so eine kleine Pille. Swuush, und schon ist man wieder fit: f&#252;r die n&#228;chsten 24 Stunden, die n&#228;chste anstrengende Gesch&#228;ftsreise. F&#252;r die ganz normale H&#246;lle, zu der das Arbeitsleben f&#252;r manche Manager geworden ist.</p>
<p>Und nicht nur f&#252;r diese. 60% der Deutschen w&#252;rden laut dem Spiegel-Artikel leistungssteigernde Drogen nehmen, wenn sie keine Nebenwirkungen bef&#252;rchten m&#252;ssen. Tabletten und Alkohol: Das ist die unheilige Allianz der Business-Neuzeit aus &#8220;upper&#8221; und &#8220;downer&#8221;. &#8220;Up&#8221;, um sich hochzuputschen und &#8220;down&#8221;, um wieder &#8216;runterzukommen. Wie konnte es soweit kommen?</p>
<ol>
<li>Der <strong>psychische Stress</strong> nimmt zu. Manager verbringen einen Gro&#223;teil ihrer Zeit mit F&#252;hren und Entscheiden. Beides sind komplexe und verantwortliche T&#228;tigkeiten, die die ganze Person erfordern. Je nach Unternehmenskultur kann da ein Fehler schon das Aus bedeuten. Depressionen und &#196;rger in der Familie k&#246;nnen die Folge sein, wenn sich der Stress ein Ventil sucht.</li>
<li>Hinzu kommen <strong>extreme k&#246;rperliche Belastungen</strong>: weite oder h&#228;ufige Dienstreisen, fehlender Schlaf, Jetlag, Fastfood-Fra&#223;, keine Bewegung. Der Arbeitsalltag wir zum Top-Alterungsbeschleuniger.</li>
<li><strong>Perfektionismus</strong> ist die am weitesten verbreitete &#8220;Geisteskrankheit&#8221; der Gesch&#228;ftswelt. Weil sie insgeheim gewollt ist. Das Unternehmen bekommt frei Haus Menschen, die sich selbst ausbeuten. Und die Betroffenen k&#246;nnen nicht damit aufh&#246;ren, selbst wenn sie es wollten, denn hinter dem Perfektionismus verstecken sich oft tiefliegende Motive und &#196;ngste, die man nicht so einfach abstellen kann: die Angst vor Ablehnung; die Angst, zu versagen; das Bed&#252;rfnis, Liebe gegen Leistung einzutauschen (so wie man es vielleicht in der Familie gelernt hat); erlernte &#220;berzeugungen (&#8220;Wenn ich nicht perfekt bin, verliere ich meine Arbeit. Wenn ich meine Arbeit verliere, habe ich kein Geld und muss verhungern. Dann sterbe ich.&#8221;).</li>
<li><strong>Blindheit f&#252;r die eigenen Erfolge</strong> ist die Kehrseite des Perfektionismus. Kulturell auf unsere Fehler geeicht, die uns schon in der Schule wieder und wieder unter die Nase gerieben wurden, haben wir verlernt, uns auch mal selbst auf die Schulter zu klopfen. Denn &#8220;Eigenlob stinkt&#8221;, nicht wahr? Dann lieber in Sorgen versinken, weil man glaubt, etwas schon wieder nicht gut genug gemacht zu haben. Wenn ich coache, sage ich oft: &#8220;Das ist okay so, da gibt es kein Richtig oder Falsch&#8221;. Dann sind die meisten erst irritiert und dann erleichtert. Endlich kein Richter, der mich beurteilt und mich unter Druck setzt!</li>
<li>Die <strong>Gleichung Arbeit = Leben</strong> geht nicht auf. Leben ist Balance zwischen mehreren Bereichen: Arbeit, Familie, Gesundheit, Spiritualit&#228;t, Finanzen, Soziales Umfeld. Besonders M&#228;nner laufen gern in die Falle, sich ausschlie&#223;lich &#252;ber den Job zu definieren, dem schlie&#223;lich alles geopfert wird: Ehe, Gesundheit, soziale Bindungen. Da wird dann eben auch mit Chemie nachgeholfen, um der Leistungshengst Numero Uno zu sein.</li>
</ol>
<p>&copy;2010 <a href="http://mensch-chance.de">Mensch &amp; Chance</a>. All Rights Reserved.</p>.
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</ol></p>]]></content:encoded>
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