Phrasen, die die Welt nicht braucht
Inspiriert von Lucy Kellaways Artikel “Weg mit den Sprachviren“, bin ich auf der Suche nach Sprach-Phrasen, denen auch nach kritischer Durchleuchtung beider Gehirnhälften die quasi moment-literarische Daseinsberechtigung abgeht. (Wie voriger Satz zeigt, bin ich auch nicht ganz gegen Sprachviren resistent.)
Es gilt nämlich nicht nur: Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt. Sondern auch: Klare Gedanken ermöglichen klare Sprache – und umgekehrt.
Meine aus der Spontaneität geborene Top 5 – Liste ausgedienter Phrasen:
- das Internet als “rechtsfreier Raum”
- talentierte Mitarbeiter mit “hyperdynamischer Brainpower” (thanks, Lucy)
- “Ich-AG”
- “Die Renten sind sicher” (nominiert für den Alltime Favourite Phrase Award)
- Alle Hitler-Vergleiche, die seit 1970 gemacht wurden
Wem ebenfalls solche Null-Phrasen einfallen, sei hiermit herzlich eingeladen, sie als Kommentar zu posten.
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Datum: 09.09.2009 | Trackback-URL
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