14.09.2011
Diese Kolumne handelt vom Starren. Starren ist in Deutschland leider eine weit unterschätzte Kulturfähigkeit, so wie Kirschkernweitspucken oder das Taxieren eines Käse-Wagenrades mit der bloßen Hand. Den einen sind starrende Menschen unangenehem, den anderen machen sie direkt Angst.
Niemand mag jemand, der starrt. Bei Erwachsenen heißt es dann: “Herr Meier, den Projektbericht, hopp,hopp!” Bei Kindern klingt das eher wie ein resignatives Dahingeseufze: “Ach Jonas, wo bist du nur wieder mit deinen Gedanken?!” Worauf Jonas, der gerade ein Bild malt, auf dem er den Nikolaus köpft, lächelt und sagt: “Bei dir, Mama!” Ja, Kinder sind schlauer, als man denkt. → Weiterlesen

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19.08.2011
Ab heute gibt es die neue Ausgabe der managerSeminare. Der Schwerpunkt lautet diesmal: “Das Burnout-System: Wenn Unternehmen krank machen”.
Auch ich hatte die Ehre, für diesen Artikel interviewt zu werden. Daneben gibt es unter anderem Input von → Weiterlesen

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15.08.2011
ist meist was Schönes dabei:


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11.08.2011
Neulich klingelte das Telefon. Sat.1 war dran, genauer gesagt, eine Produktionsfirma. Ob ich nicht für Sat.1 coachen wolle, in der Sendung “24 Stunden”. Erste gedankliche Reaktion von mir: Wow, SAT.1 ruft an! Coole Sache! Das schmeichelt natürlich.
Ich frage, worum es geht. Ich soll einen Tag lang eine Messie-Familie coachen. Messies? Ist nicht ganz mein Gebiet. Aber gut. Der Redakteur meint, er schicke mir das Casting-Video rüber. Casting-Video??? Tatsächlich muss man sich auch als Messie bewerben, da kann man nicht einfach gecoacht werden. Die Produktionsfirma wählt einige Messies aus, dreht zehnminütige “Bewerbungsvideos” und stellt diese dann dem Sender vor. → Weiterlesen

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28.07.2011
Das ist eine berühmte Dialogzeile aus dem Film “Das Schweigen der Lämmer”. Dort spielen die FBI-Agentin Clarice Starling und der verurteilte “Kannibale” Dr. Hannibal Lecter ein Psychospiel: Er enthüllt ihr Stück für Stück die Identität eines gesuchten Mörders, sie offenbart ihm immer größere Teile ihrer Biographie, ihres Gefühlslebens. Ein riskantes Spiel, das auf gegenseitigem Geben und Nehmen basiert.
Genau dieses Geben und Nehmen, eine gefühlte Gerechtigkeit, spielt in unserem Leben eine große Rolle: → Weiterlesen

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07.07.2011
Intuition ist “in” in der Weiterbildung. Es gibt Bücher über das Ausmaß an Intuition, das eine Organisation verträgt, Bücher über den Weg zur eigenen Intuition und Bücher über Intuition als Königsweg zur Entscheidungsfindung.
Wie in den meisten Moden steckt auch in der “Intuitionsmode” ein wahrer Kern. Die Leute haben einfach keine Lust mehr, groß über Probleme nachzudenken. Sie sind müde und abgearbeitet von der Vielzahl von Problemen, mit denen sie konfrontiert sind und der Komplexität der Probleme. Da erscheint der Weg der Intuition verlockend einfach, sozusagen Instant-Entscheidungen ohne große Anstrengung. Man lauscht ein wenig in sich hinein und kratzt seinen Mut zusammen, seinem “Bauchgefühl” zu vertrauen. Voila, das war’s. Hinzukommt eine neue, diffuse Sehnsucht nach “Gefühl”. Die Menschen wollen wieder “menschlich” sein, nach der großen rational-technologischen Welle der letzten Jahrzehnte. Deswegen boomt die Eso-Szene momentan so stark. → Weiterlesen

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21.06.2011
Und schon wieder lese ich einen Artikel, bei dem mir der Hut hochgeht, diesmal in der ZEIT. Natürlich geht es wieder um Burnout und wie der Einzelne für sich sorgen soll, dass die Burnoutler ja alle so perfektionistisch sind etc. Alles am Beispiel der anonymisierten Projektassistentin “Carla Große” erzählt.
Dabei stehen die wahren Gründe schon im ersten Drittel des Artikels: “Der Projektleiter merkte schnell, was er an ihr hatte und zog sich immer mehr aus dem Projekt zurück – noch mehr Arbeit für Große.” Die Ursachen dieses Burnouts sind also struktureller bzw. organisatorischer Natur, die Folgen sind individueller Natur. Wie lange wollen wir uns eigentlich → Weiterlesen

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