Mr. Microphone meets Super-Communicator

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Cartoon-Figur Mr. Microphone

Heute morgen auf dem Bahnhofsklo hatte ich Gelegenheit, eine Unterhaltung zwischen dem Radio-Giganten Mr. Microphone und dem Super-Communicator zu belauschen:

MM: Hey, Big S, du siehst sauer aus. Was ist los, Mann?

SC: Du kennst mich, Micro. Ich bin immer unterwegs, hab’ den Finger am Puls des Geschehens. Gestern war ich auf XING.

MM: XING?

SC: Na, du weißt schon; diese Business Community. Wie LinkedIn, nur mit richtigem Satzbau. Kontakte, Foren, Diskussionen. Du weißt schon, das übliche halt. Naja, jedenfalls, gestern lass ich eine Suche laufen für einen Freund. Nichts Großes, man nennt das wohl “Zielgruppe”. Klein, aber fein, wenn du verstehst, was ich meine: Personalleiter.

MM: Und? war keiner zu finden, oder?

SC: Schwierig zu sagen, Micro. Sie waren da, und doch auch nicht. Ich meine, fast 80% hatten nicht mal ein Foto von sich. Ich steh’ auf Fotos, Micro. Ich brauch’ das einfach. Auch sonst war da fast nichts. Keine Interessen, nicht, was Sie suchen oder bieten. Einfach mal registriert und ab ins Nirvana.

MM: Na, die haben wahrscheinlich Besseres zu tun als bei XING rumzuhängen. Vielbeschäftigte Leute.

SC: Na klar, und die wollen auch nicht zugeballert werden. Trotzdem kommt es mir irgendwie inkonsequent vor. Ich meine, das ist, als ob ich auf eine Party gehe und mich dann in die Ecke stelle – mit dem Kopf zur Wand. Manche haben sich da verbunkert wie Fort Knox: kein Foto, keine angezeigte Aktivität, Ansprache über Nachrichten untersagt, keine Interessensgebiete oder bevorzugten Gesprächsthemen, gar nichts.

MM: Okay, Big S, ich hab’s kapiert. Aber das gibt’s doch oft. Warum regt dich das gerade bei Personalern auf?

SC: Weil das die Leute sind, die etwas von menschlicher Kommunikation und Präsentation verstehen sollten. Das ist doch Image-Bildung, Mann. Diese Leute sind das Aushängeschild des Unternehmens, Schnittstelle zu Bewerbern, Entlassenen, Betriebsrat etc.

MM: Was würdest du ihnen denn raten, Big S?

SC: Be brave. Ihr seid das Gesicht, Mann. Gerade für solche Sachen wie XING und Web 2.0 gilt: Love it or leave it. Was anderes macht keinen Sinn. Na, was soll’s. Holen wir uns noch ‘nen Kaffee.

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Datum: 19.05.2009 | Trackback-URL  | Artikel als PDF

1 Kommentar

  1. Ich finde das gut

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