Kritik an den Coaching Awards 2008

Auf der Coaching Convention in Köln wurden Ende März die Coaching Awards 2008 verliehen. Ich persönlich war nicht anwesend und kenne auch die Preisträger nicht. Doch es gibt durchaus Meinungen in der Blogosphäre hierzu.

So geht Nicole Bußmann von managerseminare mit der Preisverleihung hart ins Gericht. “Scheinbar scheint es niemanden so recht zu interessieren, wer sich da unter wie vielen Kandidaten durch die Beurteilung von wem und warum durchgesetzt hat.” Und weiter: “Alle drei ausgezeichneten Coaches sind BDVT-Mitglieder. [...] Offenbar hatte dieser Preis jedoch nur eine Sache im Sinn: Öffentlichkeit herzustellen für den Verleiher, die Preisträger und den Verband, dem die Preisträger zugehörig sind.”

Bumm. Volle Breitseite. Wie gesagt, kenne ich den Vorgang nicht. Doch als BDVTler wäre ich persönlich an Transparenz in diesem Fall interessiert – um Verurteilungen wie durch Frau Bußmann entkräften zu können.

Was wohl Alexander Faßbender als Veranstalter der Convention dazu sagt?

[UPDATE]

Auf Anfrage war Herr Faßbender so freundlich, seine Sicht der Dinge zu schildern. Seine ausführliche Darstellung findet der geneigte Leser unter den Kommentaren.

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Datum: 23.04.2008 | Trackback-URL  | Artikel als PDF

4 Kommentare

  1. [...] Auszeichnungen, die keine sind?…

    Über die Qualität von Coaching wird viel geredet und manches geschrieben. Was kann man davon halten, wenn jemand einen Preis auslobt, dessen “Bemessungsgrundlage” im Verborgenen liegt? Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine Medaille und können ke…[...]

  2. Was ich wohl dazu sage? Fragen wir doch mal andere Medien, die anwesend waren, und die ebenfalls über die Coaching Convention und die erste Verleihung von Coaching-Preisen berichten haben.

    „Tolle Veranstaltung“ – „Keine Stinkstiefel hier“ – „Menschen wie du und ich“ – „Klasse Atmosphäre“ – „ Ich nehme viel mit nach Hause“… Mehr dazu können Sie aber auch gerne auf der Homepage nachlesen.

    Und, ach ja, es geht um die Preise – den Coaching Award. Ich weiß gar nicht, was manche Menschen eigentlich erwarten. Erst gibt es jahrelang nur Preise für andere Berufsgruppen und dann komme ich daher als kleines Licht und sage, na dann mache ich doch sowas?(Als Herausgeber des Coachingmagazins “horizont Mensch” Und irgendwie bekomme ich das Gefühl nicht los, ein gewisser Neid kommt auf. Warum sind wir nicht darauf gekommen?

    Und richtig, die Jury war vielleicht nicht wirklich mutig, aber was zählt das schon? Ich kenne kaum eine Auszeichnung, irgendeinen Preis, der vergeben wird, der nicht irgendwo subjektiv vergeben wird, weil irgendetwas gefällt. Ausnahmen in der Szene: der BDVT Trainerpreis und der Conga-Award.

    Auf der Verleihung und auch in etlichen Interviews habe ich schon erwähnt, dass es in Zukunft eine namentliche Nennung geben wird,wer alles dabei war, und das werden sowohl Personen aus dem Coaching-Bereich , als auch Personen, die eigentlich gar nichts mit der Coaching-Szene zu schaffen haben, sein.

    Wir, mein Team und alle anderen Personen, die mich in meiner Arbeit unterstützen, bleiben einem Motto treu: „Menschen bewegen Menschen“ – und wir sind und bleiben anders. Coaching gehört in die Gesellschaft und da wollen wir hin. Da will ich hin mit allen Möglichkeiten, die ich sehe. Und ich bin mächtig stolz, dass so viele Menschen meine Vision unterstützen und es werden immer mehr.

    Was nützt es, wenn Coaching nur im Business immer und immer wieder hochgepusht wird? Oder sich sogar andere Kongresse die Frage stellen: „Braucht der Mittelstand Coaching?“ – Wer benötigt denn nicht einmal das eine oder andere Coaching? Selbst Coaches brauchen Coaching.

    Wer an dem Abend die Freude sehen und erleben durfte, die Daniela A. Ben Said zeigte, als ihr der Coaching Award verliehen wurde, der weiß, dass diese Auszeichnung definitiv die richtige getroffen hat. Oder die beiden Geschäftsführer der Aramis GmbH. Das sind dann drei Personen, die zufällig auch im BDVT sind und zudem in mindestens zwei anderen Verbänden/Organisationen. Und ja, ich war verwundert und habe mich zugleich gefreut, weil es einmal mehr auch zeigt, dass in den Verbänden Qualität vorhanden ist (Auch wenn andere schon mal das Gegenteil behaupten).

    Dr. Noni Höfner wusste bis zum Schluss nicht von ihrer Auszeichnung und sie hat es genauso verdient, wie die anderen Preisträger. Die Jury war sich bei allen Entscheidungen sehr schnell einig!

    Coaching ist und bleibt eine sehr subjektive Sache. Die Bewertung, ob es gut war, kann aus meiner Sicht nur der Coachee geben. Ich halte viel von Qualität, aber nichts von Zahlen, Daten oder zu vielen Fakten in einem Coachingprozess. Coaching lebt von der Vielfalt eines Coaches, seinen Möglichkeiten, seinen Tools, die immer dann hervorholt, wenn es notwendig wird und der Coachee sie vielleicht sogar verlangt. Coaching ist subjektiv und immer höchst individuell.

    Ich habe im letzten Jahr versucht, viel zu bewegen für das Thema Coaching und ich freue mich sehr, dass viele Verbände, z.B. der BDVT, die erste Coaching Convention so unterstützt haben. Und ich kann den Neidern – wie ich Sie gerne nennen möchte – nur empfehlen, sich doch gerne für diese Auszeichnung zu bewerben. Uns liegen schon wieder einige Bewerbungen vor.

    Für diejenigen, die die Verleihung der Coaching Awards gerne ein weiteres Mal oder aber zum ersten Mal erleben wollen: schauen Sie doch einfach auf die Homepage, dort sind einige Videos zum Anschauen und Weiterleiten online.

    Und ich möchte mich bei dieser Gelegenheit auch bei Herrn Väth für sein Anschreiben und das aufmerksam machen bedanken. Nur so konnte ich dazu Stellung nehmen. Warum wir nicht informiert worden sind? Darüber darf sich jeder seine eigene Meinung bilden.

    Kleiner Nachtrag: Selbst BR2(Radiosender) hat eine kabarettistische Version der Coaching Convention produziert. Klasse gemacht, eine wirklich gelungene Persiflage auf Coaching und unsere Veranstaltung. Kennen Sie einen Kongress, der das schon geschafft hat?

    In diesem Sinne: Danke an alle Teilnehmer und/oder Referenten, die BR2 dazu animiert haben. Klasse! Der Podcast dazu wird übrigens demnächst auch unter http://www.coaching-convention zu finden sein.

    Herzlichst Alexander Maria Faßbender – Veranstalter der Coaching Convention 2008 und auch Veranstalter der Coaching Convention 2009 vom 03. – 05. April wieder in Köln. Und es werden die nächsten Coaching Awards verliehen – und nur wer dabei war kann sich wirklich eine Meinung bilden. Und wer sich bewirbt – hat auch die Möglichkeit einen Coaching Award zu erhalten.

  3. Wenn man nun noch wüsste, wie viele der nominierten Coaches bzw. der freiberuflich tätigen Coaches allgemein im BDVT sitzen, könnte man mit dem Spekulieren anfangen…. Bis dahin ist es aber erst mal eine Vermutung. Es dürfte z.B. der GI auch schwerfallen, Informatiker auf speziellen Gebieten auszuzeichnen, die nicht gleichzeitig auch Mitglieder sind….

  4. [...] weiteres Mosaiksteinchen, das Wolken für die Garagisten aufkommen lassen könnte, findet sich in diesem kritischen Bericht über das Gebahren bei der Vergabe von Auszeichnungen ausgerechnet des Verbandes BDVT, dem der bei [...]

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