Die Weiterbildungslüge – das Buch zum Klischee
04.09.2008Es gibt Bücher, die sind so offensichtlich auf Provokation ausgelegt, dass man sich an einen Bankraub erinnert fühlt. Der lässt ja auch keinen Deutungsspielraum offen.
Im konkreten Fall geht es um einen gewissen Dr. Richard Gris (Pseudonym) und sein Buch “Die Weiterbildungslüge“. Hierin schildert er die Sinnlosigkeit von Coaching- und Trainingsmaßnahmen in der Wirtschaft.
Ich betrachte es lediglich als meine Pflicht, dessen Existenz zu notieren (wie übrigens auch managerseminare und die Financial Times). Jeder soll sich selbst ein Bild machen. Meiner Meinung nach ist Constantin Gillies von der FT jedoch auf der richtigen Spur. Er schreibt, dass Gris ein Alternativszenario schuldig bleibt. Gris mosert und schwärzt an, ohne Verbesserungen vorzuschlagen. Ein guter Trainer, so die FT, hätte genau dies getan. So ist es.
Fußnote: Im Blogbeitrag der managerseminare beschreibt Chefredakteurin Nicole Bußmann ausführlich, warum sie Dr. Gris fast NICHT interviewt hätte. Klingt entschuldigend und soll es wahrscheinlich auch sein. Schließlich muss sie Marketing und professionellen Anspruch – unter anderem als Anbieter von Seminar-Datenbanken – unter einen Hut bringen.
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Jahrgang 1975, Diplom-Psychologe mit Hang zur IT, Coach, Autor und hoffnungs- loser Jazz-Fan. Motto: "Es gibt im Leben nur einen richtigen Weg: den eigenen."