Coaching-Ausbildung vom Grabbeltisch
19.02.2009Da ich mich mit diversen Google-Suchrobotern über Pressemitteilungen, Artikeln etc. bezüglich Coaching auf dem Laufenden halte, tickert heute folgende Meldung von lifePR durch meinen RSS-Reader: In fünf Tagen “Business Coach (IHK)” werden.
Da langt’s mir auch schon wieder. Wie bei Rudis Resterampe wird da eine 5(!)-tägige Coach-Ausbildung angepriesen, und das auch noch unter dem Dach der IHK. Dabei ist es ganz einfach: Niemand wird in fünf Tagen zum Coach, weder zum Business noch zu sonst irgend einem. Genau solche Schmalspur-Coaching-Stammeleien machen den Ruf einer Branche kaputt.
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Jahrgang 1975, Diplom-Psychologe mit Hang zur IT, Coach, Autor und hoffnungs- loser Jazz-Fan. Motto: "Es gibt im Leben nur einen richtigen Weg: den eigenen."
Die IHK will verdienen, bei allem was die tun und so sind auch deren Modelle gestrikt. Ganz egal ob beim Coaching oder sonst wo, das ist einfach eine Institution die in ihrere Entwicklung stecken geblieben ist.
5 Tage erscheint allerdings etwas kurz
Es scheint sich aber doch um einen “Ausrutscher” zu handeln. Die anderen Coaching-Ausbildungen der IHK dauern deutlich länger und sind auch viel kostenintensiver (ich habe Ausbildungen zwischen 4.000 bis 10.000€ gefunden).
Ja, das scheint mittlerweile von Standort zu Standort unterschiedlich zu sein. So habe ich zum Beispiel von der IHK München dieses Angebot mit 200 Präsenzstunden gefunden.
Allerdings werden dort die Teilnehmer von “Trainern” begleitet und nicht von “Coaches”. Kennt man hier den Unterschied zwischen Trainern und Coaches nicht? Dann sollte man die geforderten € 8.500.- besser woanders investieren…