Christopher Rauen hat mich geoutet…

06.08.2008

Nun ist es soweit – ich bin enttarnt. Deutschlands Coaching-Papst Christopher Rauen höchstselbst hat in seinem neuesten Newsletter ermittelt, dass ich nicht nur “irreführende und höchst polemische” Artikel verfasse, sondern auch noch das “werbliche Aushängeschild des BDVT” bin. Und das sogar “immer wieder”. Ich fühle mich geschmeichelt. Und sollte anfangen, meine Hemdkragen als Werbefläche anzubieten!

So mache ich laut Christopher Rauen in meinem Artikel “Verbände zu Coaching-Verbänden [...], die keine sind (BDP, DGSv) oder nur teilweise sind, weil sie auch noch andere Berufsgruppen vertreten (BDVT, DVCT).” Bravo, genau das ist das Thema. Eins mit Stern. Ich schreibe das sogar noch so hin (was Rauen in seiner Kritik unterschlägt). Dass eine faktische Betrachtung der Coaching-Landschaft, die sich nunmal aus diesen und anderen Verbänden zusammensetzt, “irreführend und höchst polemisch” ist, hat mir zwar noch niemand erklären können. Aber ich werde mich bei meinem nächsten Espresso mit dieser Möglichkeit intensiv beschäftigen.

Auch dass ich “Verwirrung bei den Personalmanagern und Coaching-Interessierten” feststelle, die “man zuvor selber produziert hat”, ist nicht haltbar. Das ist passiert, längst bevor ich medialer Hoffnungsträger alias Lichtgestalt alias “werbliches Aushängeschild des BDVT” wurde.

Christopher Rauen müsste das wissen – er ist schließlich lange genug im Geschäft.

P.S.
Ich schließe meinen Artikel übrigens mit großem Wohlwollen gegenüber den Coaching-Verbänden, da sie sich um Standardisierung und letztendlich Qualität bemühen. Auch das erwähnt CR nicht. Kann es sein, dass er sauer ist, weil ich seinen DBVC nicht zu den bedeutenden Verbänden in Deutschland zähle? Wer weiß.

[Update]
Am 23.09.08 hat die FT einen Artikel veröffentlicht, der die Argumentation meines “irreführenden und polemischen” Artikels exakt nachvollzieht. Unter dem Titel “Coach auf der Couch” beschreibt Winfried Gertz die Malaise einer fehlenden Standardisierung von Coach-Ausbildungen und die Verwirrung der Personaler. Leider existiert keine Online-Version des Artikels.

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