Jeder vierte Berufstätige hat Burnout-Symptome

Burnout: Depression, Angstattacken und Co.
Laut einem Bericht der FTD leiden ca. 25 % aller Berufstätigen in Deutschland an Burnout-Symptomen: Schlafstörungen, Depressionen, Angstattacken oder ähnlichem.

Besonders beliebt bei Burnout-Kandidaten ist das, was ich “negative Zielerreichung” nenne: Man hetzt einem Arbeitsziel hinterher, erreicht es (unter großem Druck). Doch anstatt sich mit dem Erreichten positiv zu verstärken, konzentriert man sich sofort auf das, was man noch nicht erreicht hat und hetzt weiter. Eine nie endenwollende Spirale von Stress und Demotivation.

Vom Burnout gepackt werden können vor allem Menschen, die an sich hohe Ansprüche stellen. Aufgrund ihrer perfektionistischen Neigung verschleiern solche Menschen meist erfolgreich, wie dreckig es ihnen geht – bis zum Zusammenbruch. Bis zuletzt hatte man noch erfolgreich “funktioniert” und die Fassade gewahrt – vor dem Chef, vor Arbeitskollegen und Freunden. Schließlich gibt der Körper auf: Herzinfarkt, Tinnitus oder Magenbeschwerden sind nur einige der körperlichen Folgen der “Selbstzerstörung auf Raten”.

Burnout-Opfer müssen radikal entschleunigen. Und das fängt im Kopf an. Man kann das nicht verordnen. Wenn sich der Betroffene – unter Anleitung – nicht von seinen destruktiven Denkmustern löst und die inneren Antreiber entschärft, laufen alle äußerlichen Maßnahmen langfristig ins Leere.

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Datum: 08.01.2008 | Trackback-URL  | Artikel als PDF

2 Kommentare

  1. Gibt es denn Möglichkeiten ein Burnout sehr frühzeitig anhand von Symptonen an einem selbst zuerkennen?

    Depression usw. sind ja an der Stelle bereits in einem sehr fortgeschrittenen Stadium.

    Gruß BLOGGER

  2. @ BLOGGER

    Möglichkeiten? Schwierig.

    Es fällt Menschen generell schwer, sich selbst objektiv zu beurteilen. Ich sage immer: Das “Ich” kann das “Mich” nicht unvoreingenommen wahrnehmen. Das ist ja gerade das Vertrackte an eingefahrenen Denkmustern. So werden körperliche und psychische Signale in der Regel zu lange abgewehrt; das sind alles nur “vorübergehende” Symptome, die man “nicht so ernst” bzw. “in Kauf nehmen” muss.

    Das ist wie bei Süchten: Man sieht die eigene Sucht nicht, bevor es zu spät ist. Dann fragt man sich, wie verblendet und unrealistische man die eigene Situation sehen konnte. Doch da hat der Suchtmechanismus längst gegriffen. Beim Burnout stürzt das Kartenhaus auf andere Art zusammen: durch Herzinfarkt, akute Depressionen, den “Gesichtsverlust” durch verloren gegangene Arbeitsfähigkeit.

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