40% der Lohndifferenz gehen rein aufs “Frau sein”

20.11.2009

Bild einer wütenden Frau

Dies berichtet die ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe. Statistisch gesehen, bekommen Frauen in Deutschland 23% weniger Gehalt als gleichqualifizerte Männern. Von diesen 23% zählen wiederum fast die Hälfte zu reinen “Diskriminierungskosten”.

Eine Beispielrechnung: Das für 2008 berechnete Durchschnittseinkommen liegt in Deutschland

  • bei rund 41.000 EUR
  • 23% weniger = 9.430 EUR
  • davon 40% = 3.772 EUR

Mich würde das stinkwütend machen, wenn ich wüsste, dass ich für einen Job, für den ein Mann rund 41.000 EUR bekommt, allein fast 3.800 EUR abgezogen bekommen, nur weil ich eine Frau bin. Dazu kommen ja noch andere Faktoren, warum Arbeitgeber Frauen gehaltlich schlechter stellen:

  • Ältere Frauen haben teils eine schlechtere Ausbildung als deren gleichaltrige Männer (Kohorteneffekt).
  • Pausenjahre von Frauen (Elternzeit etc.) werden als “Qualifizierungslücke” abgezogen.
  • Frauen arbeiten tendenziell in schlechter bezahlten Berufen.
  • Frauen arbeiten tendenziell in kleineren Firmen (in denen weniger bezahlt wird als bei Konzernen).
  • Frauen verhandeln ihr Gehalt schlechter als Männer (in Berufen, in denen der Lohn nicht sowieso nach Tarif geregelt ist).

Zeit, dass sich was ändert. Oder können Sie “mal so” auf knapp 3.800 EUR im Jahr verzichten?

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Kategorie: Beruf & Karriere, Geld & Erfolg | Trackback-URL

3 Kommentare


  1. Bei dem kurzen Text kann man nicht herausfinden, ob das alles ironisch gemeint ist oder nicht. Vielleicht will sich der Autor ja tatsächlich über das tagein, tagaus grüssende Murmeltier belustigen. Wenn nicht, dann reicht die einfache Frage, warum Firmen eigentlich überhaupt noch männliche Bewerber einstellen, wenn doch Frauen angeblich so viel günstiger sind. Anscheinend stimmt die präsentierte Rechnung wohl doch nicht so ganz. Die Gründe werden in einem Leser-Kommentar zum Artikel in der Zeit erläutert, der erklärt, dass in der zugrundeliegenden Studie, welche die angeblichen “Diskriminierungskosten” beschrieb, schlichtweg Überstunden, Teilzeitarbeit, Fehltage und übrigens auch das absolvierte Studium eines Arbeitnehmers nicht berücksichtigt wurden. Alles auch sehr schön nachzulesen unter http://manndat.de/fileadmin/Dokumente/Studien/MANNdat_Kommentar_Lohnstudie.pdf.

    Schönen Gruß ans Murmeltier !

    P.S.: Die jährlichen Transferleistungen von Männern an Frauen betragen ca. 200 Mrd. Euro in Deutschland. Dass Männer Frauen in einem derartigen Ausmass finanziell subventionieren und dann noch mit solch unsinnigem Gejammer über angebliche Benachteiligung von Frauen belästigt werden, kann einen schon stinkwütend machen…


  2. Hallo Patrick,
    danke für Ihren Kommentar. Ich habe mir die Studie durchgelesen und kann einige dort genannte Punkte durchaus nachvollziehen.

    Daher, liebe Leser: Wenn Sie ein wenig Zeit haben, lesen Sie nicht nur den ZEIT-Artikel, sondern auch die “MANNdat”-Studie, um sich ein vollständigeres Bild zu machen.

    Dennoch kann ich die mir persönlich aus der Praxis bekannten Fälle, in denen Frauen tatsächlich schlechter bezahlt werden als vergleichbare männliche Kollegen, nicht wegdiskutieren.

    Eine Frage hätte ich noch: Können Sie bitte eine Quelle für die “jährlichen Transferleistungen” in Höhe von 200 Mrd. EUR angeben? Wäre schön.


  3. Ein interessanter Link zum Thema: http://www.lohnspiegel.de/main/frauenlohnspiegel

    Frauen fordern einfach zu selten und zu wenig! ;-)

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